Am 1. September 1976 trafen sich, in der damaligen Gastwirtschaft Braun im Burgenring in Annweiler am Trifels, einige unentwegte Fans des FCK und gründeten den 1. FCK-Fan-Club Annweiler am Trifels. Ziel dieses Vereins war den FCK zu unterstützen, regelmäßige Fahrten zum Betzenberg durchzuführen und auch die Geselligkeit zu stärken. Der Vorsitzende war seinerzeit Michal Würtz aus Annweiler. Dieser führte die Geschicke bis 1988, alsdann übernahm Jürgen Kölsch (Annweiler) diese Position, ehe nun ab 2025 Joseph Matthias die Arbeit wahrnimmt. Regelmäßig wurden Sitzungen im Vereinslokal in Annweiler durchgeführt, bei dem unterhaltsames, organisatorisches und wirtschaftliches besprochen wurde.
In den folgenden Monaten stieg das Interesse in der Bevölkerung und schon bald hatte der Verein mehr als 70 Mitglieder zu verzeichnen.
Auch konnte von nun an zu jedem Heimspiel des FCK ein Fan-Bus eingesetzt werden, welcher seine Abfahrtsstelle an der damaligen Post in Annweiler hatte. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass es gelingen würde, über 20 Jahre einen Bus zu jedem Heimspiel einzusetzen. Überragend dabei war eine Partie Freitag abends gegen Werder Bremen, mit denen die FCK Fans seinerzeit eine Fanfreundschaft hatten, als sage und schreibe 7 Busse von Annweiler den Weg zum Betzenberg antraten. Der zweithöchste Bustransfer war dann im März 1982 zum Heimspiel gegen Real Madrid. Hier kamen fünf Busse zum Einsatz. Sicherlich hätten wir auch in diesem Spiel mehr Mitfahrer haben können, wir erhielten aber nicht mehr Karten als 250 Stück! Neben den Heimspielen wurden auch zahlreiche Auswärtsspiele besucht. Gemeinsam wurden Spiele u.a. in Mönchengladbach, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Stuttgart oder Düsseldorf besucht. Höhepunkte waren natürlich die regelmäßigen Fahrten nach München zu den Begegnungen gegen den FC Bayern, und größtes Ereignis war 1982 die viertägige Flugreise zum Auswärtsspiel ins Bernabeu Stadion in Madrid.
Durch das Engagement der Mitglieder und die neu aufgebauten Beziehungen gelang es am 1.7.1978 den FCK zu einem sog. UI-Cup-Spiel nach Annweiler zu holen. In dieser Begegnung gewann der FCK gegen den dänischen Vertreter Odense BK 4:1 im Trifelsstadion. Weitere interessante Spiele folgten, so z. B. auf die Vorbereitung zur Weltmeisterschaft 1994 ein Spiel der Roten Teufel gegen die Nationalmannschaft aus Bulgarien.
Aber auch der soziale Zusammenhalt wurde gestärkt. Es konnten während der „fussballlosen Zeit“ gemeinsame Ausflüge gemacht werden. So z.B. drei Tage im Schwarzwald (Feldberg) oder ins Saarland nach Wadern, wo jeweils eine Hütte zur Selbstverpflegung angemietet wurde und herrliche Tage die Fans dort erlebten. Aber auch Tagesausflüge wurden durchgeführt: Schifffahrt auf dem Main, Wanderung mit Grillfest nach Ramberg um nur zwei zu nennen. Und so ein Grillfest in Ramberg führte auch dazu, dass ab 1980 auch eine Abfahrtsstelle in Ramberg eingerichtet wurde, da mittlerweile über 25 Mitfahrer aus Ramberg die regelmäßigen Busfahrten zum Betzenberg begleiteten.
Eine Fußballmannschaft wurde ebenso gegründet und man nahm auf zahlreichen Turnieren in der näheren und weiteren Umgebung teil, und es konnten auch etliche Erfolge erzielt werden, u.a. Sieger eines Fan-Club Turniers in Münchweiler.
Ein weiteres soziales Highlight waren die jährlich stattfindenden Weihnachtsfeiern. Diese mussten bereits nach wenigen Jahren von unserem Vereinslokal beim „Braune Brummer“ in Annweiler (Gasthaus Burgenring) ins Sportheim nach Ramberg verlegt werden, da die Teilnehmerzahl weit über 100 Personen ausmachte.
Ende der 1990iger übernahm der Kommerz immer mehr das Geschehen im Fußball, die Spieltage der Bundesliga wurden entzerrt, aus den bisherigen Freitagabend- bzw. Samstagmittagspielen wurden nun Freitagsspiele, Samstagsspiele sowie Sonntagsspiele und dies zu unterschiedlichen Anstoßzeiten. Planen wurden immer schwieriger und die Kartenwünsche nahmen ab. Als dann noch die sportliche Talfahrt des FCK mit einherging, wurde es ruhiger um unseren Fan-Club. Nur noch wenige Aktive fanden den Weg zum Club, auch wurden die Mitglieder älter, neue Mitglieder blieben aus. So schrumpfte dann die Mitgliederzahl auf rd. 15 Personen, dennoch hielt man die Fahne hoch und ging durch dieses Tränental.
Seit nunmehr vier Jahren hat sich das Blatt wieder gewendet. Die Euphorie rund um den Betzenberg ist wieder entfacht und dies schwappte auch auf unseren Fanclub über. Die Mitgliederzahl ging wieder in die Höhe und mit derzeit über 100 Personen kommt man wieder an die Glanzzeiten heran.
Es werden wieder gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt, Fernsehabende, Grillfest, Fußballspiele usw. um nur einige zu nennen. Mit dem Wechsel im Vorstand hat sich ein Generationenwechsel eingestellt und man geht guter Dinge in die weitere Zukunft des Vereins!
